Dem Heimatverein mangelt es an jungen Mitgliedern

Es ist offenbar nicht einfach, Nachwuchs für die Vorstandsposten zu gewinnen. Eine Ausnahme gab es aber dennoch beim Heimatverein.


Mitglieder des Heimatvereins Korschenbroich wählten ihren Vorstand neu. Große Veränderungen gab es aber nicht.  FOTO: JANA BAUCH

 Im Kulturbahnhof ist endlich wieder was los. So wurde am 12. Juli die Ausstellung „Frauen.Land.Leben“ eröffnet. Weitere Veranstaltungen sind geplant. Kein Wunder, dass die Stimmung auf der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Korschenbroich im Restaurant Syrtaki ziemlich gut war. Allerdings scheint es an jungen Mitgliedern zu mangeln mit der Konsequenz, dass es immer schwerer wird, Vorstandsposten besetzt zu bekommen.

Eine erfreuliche Ausnahme: Man hat einen neuen Museumsleiter gefunden – Thomas Hoeps senkt den Altersdurchschnitt im Vorstand mit seinen 32 Jahren deutlich. Für die Vorstandswahlen gilt grundsätzlich: Wer wiedergewählt wurde, blieb im Amt, ohne eine einzige Gegenstimme hinnehmen zu müssen. Barbara Romann wurde als Vorsitzende wiedergewählt, Schatzmeister bleibt Jürgen Brunner, der alte und neue Schriftführer heißt Wolfgang Skiba. Zum stellvertretenden Schatzmeister wurde Rolf Kluthausen gewählt.

Vakant blieb erneut der Vertretungsposten der ersten Vorsitzenden. Roswitha Hermanns bleibt stellvertretende Museumsleiterin und ist weiterhin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Folgende Beisitzer wurden gewählt: Johannes Kronen ist für die Mundart zuständig, Paul Strijbos für die Haustechnik. Claus von Kannen widmet sich weiterhin Naturschutz-Themen und Ulli Afflerbach besonderen Aufgaben.

Am 15. September – 14 Tage später als im Programm 2022 angekündigt – geht es wieder um die Mundart. Das Thema lautet „Unges Platt“. Hans-Willi Türks schloss gegenüber unserer Redaktion nicht aus, künftig auch wieder Mundartveranstaltungen in seiner Scheune anzubieten. Er gab aber zu bedenken, dass es nach der Zwangspause nicht ganz leicht sein dürfte, genügend Menschen zu finden, die Plattdeutsch vortragen: „Die Leute sind nicht jünger geworden“, sagte Türks.

NGZ/RP-online/Rudolf Barnholt