Die große Zuckerdose stand nicht für ungesunde Ernährung

Barbara Romann (l.), Vorsitzende des Heimatvereins, und Roswitha Hermanns,
Organisatorin der Porzellanausstellung im Kulturbahnhof. 
Foto: Rick, Markus (rick)/Markus Rick (rick)

Schöne und originelle Exponate aus Privathaushalten werden im Kulturbahnhof gezeigt. Dabei wird auch geklärt, inwiefern Porzellan einst ein Statussymbol war.

Barbara Romann die Vorsitzende des Heimatvereins freute sich sehr nach anderthalb Jahren endlich wieder eine Ausstellung zu eröffnen. Die Ausstellung „Im Spiegel der Zeit“ wurde von Roswitha Hermanns organisiert. Die zum Teil sehr schönen, zum Teil sehr originellen Exponate erzählen auch ein Stück Geschichte. Für den Betrachter gibt es entsprechende Information an den Vitrinen. Porzellan war einst ein Statussymbol auch das erklärt die Ausstellung. Eine große Zuckerdose sei kein Indiz für ungesunde Ernährung, sondern ein Zeichen des Wohlstands. Zucker war wertvoll und teuer. Für die Ausstellung wurden viele Exponate aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt. Viele Exponate stammen von Erika Kempny der Lebensgefährtin des mittlerweile verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Karl-Heinz Bednarzyk. Von ihr stammt u.a.  „Die Blau Gruppe der Briefschreiber“ aus Dresden. Das ist kein Gebrauchsporzellansondern erinnert daran das früher nicht jeder schreiben und lesen konnte, da half ein professioneller Briefschreiber. Von Monika Schmitz stammt auf Plattdeutsch die „Wäschlampet“ Schüssel und Krug. Beides diente zur Körperpflege als fließendes Wasser noch nicht selbstverständlich war. Hoch elegant das Service von Hannelore Schallenberg in Cremefarben mit Goldrand ein Stück Thüringer Porzellangeschichte. Reiner Leusch hat seine Marien Madonna zur Verfügung gestellt. Solche Gegenstände waren beliebte Mitbringsel einer Wallfahrt. Barbara Romann zeigt 4 wunderschöne Sammeltassen ihrer Mutter. Sie dienten als Frühstücksgeschirr in ihrem ersten eigenen App. als Berufsanfängerin. Die Ausstellung ist ein Besuch wert, es gibt viele schöne Dinge anzusehen und über die dazu gehörenden Geschichten mehr über die Ausstellungsstücke zu erfahren.

Resonanz der Besucher bei der Eröffnung „WUNDERSCHÖN“  

NGZ/RP-online/Rudolf Barnholt
Roswitha Hermanns

Foto Roswitha Hermanns