Jahreshauptversammlung in Korschenbroich:
Heimatverein beklagt Mitgliederschwund

Bei seiner Jahreshauptversammlung stellte der Heimatverein fest, dass es nun 20 Mitglieder weniger gibt als vor einem Jahr. Außerdem stellte man das Programm für das laufende Jahr vor.

Das Kulturprogramm des Heimatvereins Korschenbroich wird sehr gut angenommen. Aber nicht alles funktioniert. Das wurde bei der Jahresmitgliederversammlung im Restaurant Syrtaki im Haus Schellen deutlich. Das Negative zuerst: Der Verein tut sich schwer damit, neue Mitglieder zu gewinnen. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Mitgliederzahl 343 – vor einem Jahr waren es noch 20 mehr. Als Konkurrenz sieht man unter anderem die ZWAR-Gruppen. Personelle Engpässe drohen sonntags, wenn das Café im Kulturbahnhof von 14 bis 17 Uhr geöffnet hat. Gesucht werden Ehrenamtler, die dort mithelfen wollen.

„Das Programm zusammenzustellen ist zeitaufwändig“, gab Museumsleiterin Hilla Baecker zu verstehen. Wobei es da auch Selbstläufer gibt wie Jazzveranstaltungen, die immer sehr schnell ausgebucht sind. Der nächste Jazzabend findet am Freitag, 5. April, ab 19 Uhr statt. Interessant dürfte auch die vogelkundliche Abendwanderung mit Claus von Kannen am 17. April werden. „Viele Vogelarten sind nicht mehr bei uns vertreten“, klagte von Kannen. „Kunstausstellungen zu planen, ist nicht schwierig“, erklärte Hilla Baecker. Es gebe viele Bewerbungen, Künstler aus der Region hätten Vorrang. Die nächste Ausstellung wird am 14. April eröffnet – Petra Emmerich und Renate Patt werden dann zum Thema „Tiefe“ neue Arbeiten präsentieren.

Sehr beliebt ist die „Ladies Nait“, das ist Mundartpflege mit Frauenpower. Rainer Leusch öffnet nicht nur regelmäßig die Türen des Kuhlenhofs, in welchem er mit seiner Familie wohnt, sehr beliebt sind auch seine Touren. Am 3. August geht es zum Gasometer nach Oberhausen und zur Zeche Zollverein

NGZ/RP online/Rudolf Barnholt